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Legitime Immigrationsbegrenzung oder unmenschliche Abschottung?
Die Einwanderungspolitik der Europäischen Union im Angesicht der Menschenrechte
Podiumsdiskussion am Dienstag, 13. Januar 2008, 19:00 Uhr im Palais Wittgenstein, Düsseldorf.
Mit
Dr. Dieter Wiefelspütz, Bundestagsabgeordneter und innenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagfraktion,
Andreas Beckmann, Mitarbeiter im EU-Kommissariat für Justiz, Freiheit und Sicherheit, Brüssel,
Karl Kopp, Europareferent, Pro Asyl Deutschland,
Dr. Julia Duchrow, Referentin für Asylpolitik, amnesty international Deutschland.
Moderation: Kurt Gerhardt, ehemaliger Korrespondent und Leiter des WDR/NDR-Hörfunkstudios Brüssel.
Europas Außengrenzen werden von Jahr zu Jahr stärker gegen das Eindringen von Flüchtlingen gesichert. Im Mittelmeer, an der west-afrikanischen Küste und in so genannten Transitländern werden Flüchtlinge häufig schon weit vor dem Erreichen Europäischer Grenzen abgedrängt und zur Umkehr gezwungen. Die Zahl derer, die bei der gefährlichen Reise über das Meer sterben, beträgt jedes Jahr mehrere Tausend.
Nur wenige erhalten die Möglichkeit, in Europa einen Antrag auf Asyl zu stellen. Und von diesen wenigen ziehen die meisten den Status als „Illegale" dem Risiko einer Abschiebung nach abgelehntem Asylantrag vor. Gleichzeitig ist Europa stark auf Immigranten angewiesen, insbesondere auf die gering qualifizierten, die millionenfach als billige Arbeitskräfte zum Beispiel in den Obstplantagen Südeuropas oder den Haushalten Mitteleuropas ihren Dienst leisten.
Ist die derzeitige strikte Begrenzung der Flüchtlingsimmigration im Prinzip und in der Ausführung sinnvoll und vor allem im Sinne der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und der Genfer Flüchtlingskonvention zu rechtfertigen? Gibt es eine Möglichkeit, den Spagat zwischen angemessener Immigrationsbegrenzung und einem menschenrechtskonformen Umgang mit Flüchtlingen zu leisten? Dabei geht es unter anderem um die Punkte Asyl und Abschiebung, die Drittstaatenregelung, den Einsatz der Grenzschutzbehörde Frontex und die Kooperation der EU mit autoritären Regimes der bereits erwähnten Transitländer. Diese und weitere Fragen möchten wir mit Ihnen und mit unseren Gästen im Rahmen einer Podiumsdiskussion erörtern.
Veranstaltungsort: Palais Wittgenstein, Bilker Straße 7-9, 40213 Düsseldorf
Google Maps Karte siehe hier.
Veranstalter ist die Hochschulgruppe von amnesty international Düsseldorf in Zusammenarbeit mit dem amnesty-Bezirk Düsseldorf.
Der Eintritt ist frei.
Information:
Sven van Teeffelen
Tel: 0211 / 81-12745
svt (at) amnesty-hhu (dot) de